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Aus-, Fort- und Weiterbildung der Kindergarten- und HortpädagogInnen


Die Pädagogischen Hochschulen sind ab Herbst 2007 in der Nachfolge der Pädagogischen Institute für die Fort- und Weiterbildung von Kindergarten- und HortpädagogInnen zuständig.

    Wir sind der Meinung, dass sich das Fort- und Weiterbildungsangebot an den Pädagogischen       Hochschulen von den übrigen Fortbildungsangeboten unterscheiden müsste und entsprechend den gesetzlichen Möglichkeiten Hochschullehrgänge mit akademischen Abschlüssen errichtet werden sollen.
    Um den regionalen Bedürfnissen entsprechende Angebote setzen zu können, halten wir es für notwendig, dass die Pädagogischen Hochschulen mit den Aus- und Fortbildungseinrichtungen sowie mit Berufsverbänden und TrägerInneneineinrichtungen bzw. ExpertInnengremien kooperieren.

Ausbildung

    Pädagogische Hochschule

Tradionell ist die Ausbildung von Kindergartenpädagogen/innen in Österreich an die LehrerInnenausbildung gekoppelt.

            Die in Gründung befindlichen Pädagogischen Hochschulen sollten die Ausbildung zur/zum Kindergarten- und Hortpädagogin/en ehebaldigst integrieren. 
            Italien und die Schweiz haben dies in den letzten Jahren durchgeführt und können als Orientierung dienen. 
            Die OECD-Studie empfiehlt, sich an England und Schweden zu orientieren.

    Fachhochschulen für Sozialarbeit, -pädagogik

In einigen sozial benachteiligten Wohngebieten, vor allem in den größeren Städten, bündeln sich Problemlagen wie Arbeitslosigkeit, hohe Anzahl von Sozialhilfeempfängern, unterschiedliche kulturelle Milieus, hohe Zahlen von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache, sowie ein geringes Bildungsniveau der Eltern.

            Das Aufgabengebiet von Kindergarten- und HortpädagInnen in diesen sozialen Brennpunktgebieten beinhaltet neben der individuellen Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern in Krippen, Kindertageseinrichtungen und Horten niederschwellige Beratung von Eltern, Kooperation mit Beratungseinrichtungen, Jugendämtern und Vereinen einzelner MigrantInnen - Gruppen.
            Die OECD-Studie stellt dazu fest, dass Kindertageseinrichtungen, die in Gebieten mit großen sozialen Herausforderungen wie einer hohen Armuts- und/oder Immigrantenrate liegen, wesentlich effektivere Ergebnisse erzielen, wenn sie als „Zentrum“ vielfältige Serviceleistungen für Familien anbieten. 

Um die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können, halten wir die Ausbildung an einer Fachhochschule gemeinsam mit SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen für notwendig.

Für diese Form der Ausbildung könnten Dänemark und Deutschland als Orientierung dienen.