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Stellungnahme zum Positionspapier der österreichischen Sozialpartner "Chance Bildung"Betrifft: Sozialpartnerpapier "Chance Bildung“ Sehr geehrter Herr Präsident Hundstorfer! Sehr geehrter Herr Präsident Kalliauer! Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Leitl! Sehr geehrter Herr Präsident Wlodkowski! Die Plattform EduCare - eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen aus dem Bildungsbereich sowie von Pädagoginnen und Pädagogen - begrüßt die Konzepte der österreichischen Sozialpartner zum lebensbegleitenden Lernen als Beitrag zur Lissabon- Strategie. Die Plattform EduCare hat sich zum Ziel gesetzt, aktive Bewusstseinsbildung zur Anhebung des Stellenwertes des elementaren und außerschulischen Bildungsbereiches zu betreiben. Die aktive Zusammenarbeit mit EntscheidungsträgerInnen in Wissenschaft und Forschung, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medien ist uns daher ein besonderes Anliegen. Wir erlauben uns daher jene Forderungen, die den elementaren Bildungsbereich betreffen, zu kommentieren bzw. mit unseren Forderungen zu ergänzen. Ø „Einführung eines verpflichtenden und gebührenfreien Vorschuljahres, damit jene Kinder, die einer besonderen Förderung bedürfen, dem Volksschulunterricht bestmöglich folgen können“ Die Plattform EduCare stimmt dieser Aussage grundsätzlich zu, istjedoch der Meinung, dass die Förderung in Kindergärten erfolgen muss, da diese darauf eingerichtet sind altersadäquate Betreuungs- Bildungs- und Erziehungsarbeit zu leisten. Der englische Ausdruck „educare“ beschreibt dies exakt. Eine der Hauptforderungen "zur Förderung der Bildungschancen aller" stellt für die Plattform EduCare der elterliche Rechtsanspruch auf einen gratis Kindergartenplatz ab dem zweiten Lebensjahr dar. Der Kindergarten als elementare Bildungseinrichtung muss gänzlich über Steuern finanziert werden. Ø „Einrichtung eines Lehrstuhls für Vorschul- und Grundschulpädagogik“ Die
Plattform EduCare fordert seit vielen Jahren eine adäquate
Forschungsinfrastruktur auf dem Gebiet der frühkindlichen Bildung, eigenständig
und losgelöst von der Schulpädagogik. Ø „Ausarbeitung eines nationalen Rahmenbildungsplanes für Kindergärten“ Die Plattform EduCare schließt sich den Empfehlungen der OECD-Studie „Starting strong“ an: Der Bund hat die Verantwortung für frühkindliche Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsleistungen zu übernehmen. Der Bundesregierung obliegt die nationale Planung und Festlegung von bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards; dazu muss ein bundeseinheitliches Rahmengesetz zur Absicherung dieser Standards beschlossen werden. Ø „Umwandlung der pädagogischen Hochschulen in Hochschulen für Pädagogische Berufe (Aus- und Weiterbildung für LehrerInnen, KindergartenpädagogInnen und ErwachsenenbildnerInnen) auf universitärem Niveau mit der Möglichkeit einer gemeinsamen Lehrerausbildung (Stufenlehrerkonzept)“ Die Plattform EduCare fordert in einem umfangreichen Positionspapier die Anhebung der Ausbildung der Kindergarten- und HortpädagogInnen auf die tertiäre Ebene. Die im internationalen Vergleich längst fällige Integration der Ausbildung von Kindergarten- und HortpädagogInnen in die gemeinsame Ausbildung aller PädagogInnen sollte in raschen Schritten umgesetzt werden. Die Pädagogischen Hochschulen sind ab Herbst 2007 in der Nachfolge der Pädagogischen Institute für die Fort- und Weiterbildung von Kindergarten- und HortpädagogInnen zuständig. Die Plattform Educare fordert, dass entsprechend den gesetzlichen Möglichkeiten Hochschullehrgänge mit akademischen Abschlüssen errichtet werden sollen („Educational Upgrading“). Die Plattform EduCare würde begrüßen, wenn unsere Anregungen in Ihre Überlegungen miteinfließen. Die Plattform EduCare regt an, zu Ihren Arbeitskreisen ExpertInnen aus dem elementarpädagogischen Bereich einzuladen, die wir Ihnen gerne nennen. Wir laden Sie ein, mit uns diesbezüglich in Verbindung zu treten. Mit freundlichen Grüßen Plattform
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