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Sprache
- ein derzeit höchst aktuelles Thema in der Elementarpädagogik:
Maßnahmenpaket zur Sprachförderung soll umgesetzt werden
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Mag.a
Lisa Kneidinger, Mitglied des Steuerteams der Plattform EduCare
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Sprachförderung,
Sprachstandsfeststellung, Sprachtraining etc. – eine Vielzahl an Begriffen
schwirrt momentan durch die Elementarpädagogik Österreichs. Manche dieser
Begriffe sind Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Alltag vertraut, andere
werden gerade mit Inhalten gefüllt.
Der Grund dafür: Ein Teil der „Eisenstädter Regierungsvereinbarung“ (das
letzte Kindergartenjahr für Kinder mit Defiziten in der deutschen Sprache
verpflichtend zu machen), geht nun in die Umsetzungsphase.
Das Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur hat eine Projektgruppe
eingerichtet, die dafür sorgen soll, dass bundesweit einheitlich vorgegangen
wird.
Vorbereitungsarbeiten laufen
Eine Reihe von ExpertInnengruppen sind dazu österreichweit mit
Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Es werden Instrumente zur Sprachdiagnostik
ausgewählt und Einsatzmöglichkeiten entwickelt, es wird ein Curriculum zur
Qualifizierung von Pädagoginnen und –pädagogen erstellt, deren Durchführung
den Pädagogischen Hochschulen übertragen wird und es ist ein Bildungsplan mit
Inhalten der frühen Sprachförderung geplant: Viele Ideen, die nun zusammengeführt
und deren Realisierungen koordiniert werden müssen.
Damit wird Sprache als Schlüsselkompetenz in den Mittelpunkt pädagogischer und
politischer Diskussionen gerückt – eine Riesenchance für den
Elementarbereich!
Nicht nur für Kinder mit Sprachdefiziten!
Es darf dabei aber nicht nur um Kinder mit Sprachdefiziten gehen. Die Bedeutung,
die Sprache für die weitere Entwicklung aller Menschen hat, muss im Zentrum
stehen: Jedes Kind verdient die bestmögliche Sprachförderung und jede Pädagogin,
jeder Pädagoge in Kindergarten und Schule hat ein Recht auf bestmögliche
Weiterqualifizierung bzgl. Sprachförderung.
Die Plattform Educare – eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertreterinnen und
Vertretern von Institutionen, Interessensgemeinschaften und Trägerorganisationen
aus dem Bildungsbereich sowie von Pädagoginnen und Pädagogen empfiehlt, vor
allem jene Kinder, die noch keinen Kindergarten besuchen, bei den Überlegungen
zur Umsetzung dieses Maßnahmenpaktes zur Sprachförderung zu berücksichtigen.
Überprüfung des Sprachentwicklungsstandes
Fragen wie „Wer überprüft deren Sprachentwicklungsstand?“ oder „Wo wird
diese Diagnostik stattfinden?“ müssen ausführlich diskutiert werden.
Diese Kinder sind ja weder mit der Institution Kindergarten, noch mit
Erwachsenen im pädagogischen Bereich vertraut. Eine fremde Welt öffnet sich für
diese Kinder. Schnell können hier Situationen entstehen, die diese Kinder
verunsichern oder möglicherweise auch ängstigen. „Schlechte“ Ergebnisse wären
die Folge, die allerdings nicht immer die tatsächlichen sprachlichen Fähigkeiten
widerspiegeln.
Bei Kindern mit Migrationshintergrund sind es außerdem nicht nur die Fähigkeiten
in der deutschen Sprache, die zeigen, wieweit das Kind sprachlich entwickelt
ist, sondern es sind auch muttersprachliche Fähigkeiten zu berücksichtigen.
Deswegen ist bei der Umsetzung dieses Maßnahmenpaktes besonders auf die
Rahmenbedingungen zu achten: Es braucht unter anderem eine spielerische Atmosphäre,
vertraute Personen in der Nähe und ausreichend Zeit.
Entsprechend weiterqualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergarten
und Schule können hier eine entscheidende Hilfe sein. Vorausgesetzt, diese
Weiterbildungen sind über einen längeren Zeitraum angelegt und schaffen Möglichkeiten
des Transfers der Theorie in die jeweilige Praxis vor Ort. Das alles braucht
Zeit!
Und gerade die scheint momentan eher knapp bemessen zu sein – vieles sollte möglichst
rasch erledigt werden.
Hoffentlich nicht auf Kosten der Kinder oder auf Kosten dieser Chance, Sprache
als persönliche Ausdrucksmöglichkeit zu betrachten. Sprache ist mehr als nur
ein Sprungbrett in die Schule!
Weiterführende Links:
www.plattform-educare.org/bundesrahmengesetz.htm
www.plattform-educare.org/positionspapier_ausbildung.hzm
www.plattform-educare.org/Presse%2001.10.2007.htm
www.plattform-educare.org/Presse%2005.10.2007.htm.
www.plattform-educare.org/Presse%2023.09.2007.htm
Kontaktinformation:
Plattform EduCare
Kontakt-Person:
Mag.a Lisa Kneidinger
Mitglied des Steuerteams der Plattform EduCare
Telefon: +43 (664) 5443267
E-Mail: e-Mail
Web: http://www.Plattform-EduCare.org
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