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Die Aufstockung der Betreuungsplätze für Unter-3-jährige Kinder ist ein richtiger Schritt!



Auch für Kinder unter drei Jahren sind Einrichtungen der Elementarbildung gut – wenn deren Qualität stimmt

09.10.2007 14:58:38 - Die Plattform EduCare begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, die Aufstockung der Kinderbetreuungsplätze für Unter 3 jährige Kinder in gemeinsamer Anstrengung mit den Ländern in Angriff zu nehmen.

Außerhäusliche Betreuung von Kindern unter 3 Jahren wird in Österreich noch immer als Notlösung für Mütter und Väter, die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, die Erziehung ihres Kleinkinds selber zu übernehmen, gesehen.

Das entspricht längst nicht mehr der Realität.

„Kindergärten, Kindergruppen, Tagesmütter/-väter/-familien – das zeigen die Untersuchungen – werden vor allem von gut ausgebildeten, großstädtischen Eltern, Paaren oder Alleinerziehenden in Anspruch genommen.
Sie suchen dort mehr als einen Aufbewahrungsort, sie suchen Bildungsangebote. Das Lernumfeld einer Kindertageseinrichtung bietet Kindern, die ohne Geschwister, Cousins und Cousinen aufwachsen, viele Möglichkeiten zur sozialen Entfaltung, dazu kommt die kognitive Anregung“, meint Katharina Marek-Baudisch für „Eltern für Kinder Österreich“ Mitglied der Steuergruppe der Plattform EduCare.

Die größte Langzeitstudie ihrer Art, vom „National Institute of Child Health and Development (NICHD)“ in Auftrag gegeben, zeigt zum Beispiel, dass Kinder, die schon früh in eine gute „Fremd“-Betreuung kommen, in ihrer Sprachentwicklung profitieren.

Natürlich steht und fällt die Sache mit der Qualität der Einrichtung. So junge Kinder brauchen speziell ausgebildete PädagogInnen, sie brauchen andere Spielsachen und andere räumliche Bedingungen als die Älteren.

Um die Qualität im Kindergarten, in Kindergruppen und in der Bereuung bei Tagesmüttern/-vätern und -eltern zu sichern, bedarf es der Entwicklung eines einheitlichen Bildungsplanes für ganz Österreich, in dem auch die Bildungs-/Betreuungs- und Erziehungsziel von unter 3-Jährigen einbezogen werden.

"Ein Bundesrahmengesetz, das verbindliche Mindeststandards für ganz Österreich festlegt und einen gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Betreuungsplatz beinhaltet, wäre für die Sicherung der Qualität in der Elementarpädagogik besonders wünschenswert", meint Monika Riha als Mitglied des Steuerteams der Plattform EduCare und Geschäftsführerin von KIWI - Kinder in Wien.

Nicht zuletzt bedarf es noch großer gemeinsamer Anstrengung aller Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass Eltern ohne schlechtes Gewissen zu ihrem Entschluss, ihr Kind in den Kindergarten, in Kindergruppen oder zu Tagesmütter/-väter/-familien zu geben, stehen können.

Weiterführende Links:
Studie “Early Child Care and Youth Development” secc.rti.org/
Einschlägige Forderungen der Plattform EduCare www.plattform-educare.org/aktuelle_forderungen.htm.