Die gegenwärtige Bundesregierung hat mit der beschlossenen § 15a-Vereinbarung für die Förderung des Kinderbetreuungswesens und mit der vorgegegebenen Sprachstandserhebung/Sprachförderung grundsätzlich positive Vorgaben gesetzt.
Für den Sprachbereich wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt mit dem ein wichtiger Schritt zur Eingliederung des Elementarbereiches in das österreichische Bildungssystem gesetzt wird:
• ExpertInnen aus allen Bundesländern arbeiteten an Qualifizierungsmaßnahmen für jene Pädagoginnen, die für den Aufgabenbereich Sprachstandsfeststellung/-beobachtung und Förderung, eingesetzt werden sollen.
• Vom BM:UKK wurde ein Lehrgang im Ausmaß von 6 ECTS (ca 150 Stunden), der an den Pädagogischen Hochschulen stattfinden sollte, empfohlen. Die im Herbst neu gegründeten Pädagogischen Hochschulen waren darauf vorbereitet, dass sie die Qualifizierungsmaßnahmen für Schul-und KindergartenpädagogInnen ab dem SS anbieten.
• Der erste Teil eines ein bundeseinheitlichen Bildungsplan, speziell zum Bereich der Sprachförderung, wird demnächst fertig gestellt sein.
Der offensichtliche Mangel an Kommunikation zwischen den Betroffenen – vier Ministerien, neun Länder, unterschiedlichste Trägereinrichtungen und Interessensvertretetungen – lässt die begrüßenswerten Ansätze jedoch an verschiedenen „Fronten“ scheitern:.
Fakt ist, dass bisher lediglich Burgenland und Wien die §15a-Vereinbarung unterschrieben haben und die Maßnahmen zur Sprachstandsfeststellung/Sprachförderung demnächst beginnen.
Zwischen BMUKK und den einzelnen Kindergarten-Erhaltern gibt es, anders als bei der Schule, bislang keine Informations- und Kommunikationsstruktur.
Einzelne Trägervereine, aber vor allem Privatkindergärten bekommen wenig konkrete Informationen und können sich nicht ausreichend auf die in den Medien lange angekündigten Maßnahmen einstellen und die Fragen der Eltern beantworten.
Die Pädagogischen Hochschulen stehen vor der Situation, dass die Finanzierung der vorgesehen Lehrgänge noch immer nicht gesichert ist. Dies führt dazu, dass einige Pädagogische Hochschulen (z.B.Bund Wien) im SS keine Lehrveranstaltungen zum Thema „Frühe Sprachförderung“ anbieten.
Es müssen neue Wege der Information und Kommunikation gefunden werden! Wenn dies nicht schnell passiert, werden Eltern und Pädagoginnen weiterhin verunsichert und eine große Chance den Elementarbereich endlich bundesweit als Bildungsbereich zu verankern wird vertan.
„Die Plattform EduCare ist gerne bereit, soweit dies in ihrem Einflussbereich liegt -, Entscheidungsträger/innen, Fortbildungsreferenten/innen und Experten/innen , die mit der Frühen Sprachförderung im Kindergarten befasst sind, zu vernetzen und somit die partnerschaftliche Behandlung von Fragestellungen zu ermöglichen bzw. zur Entwicklung von Umsetzungsstrategien, die allen Beteiligten gerecht werden, beizutragen!“, bekräftigt
Mag.a Dr.in Heidemarie Lex-Nalis, Koordinatorin der Projektgruppe Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Plattform EduCare.
Kontaktinformation:
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Mag.a Dr.in Heidemarie Lex-Nalis
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