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ExpertInnentagung "Fachkräfte im (Bildungs)Kindergarten -
Professionalisierung in allen pädagogischen Berufen gefordert!
Mit den steigenden Erwartungen an den
gesellschaftlichen Beitrag, den Kindergärten erbringen sollen, erhöhen sich
die Anforderungen an die dort tätigen Fachkräfte.
Bundesministerin Dr.in Claudia
Schmid hat darauf reagiert und eine ExpertInnengruppe eingerichtet, die Vorschläge
zur Änderung der Ausbildung aller pädagogischen Berufe ausgearbeitet hat. Die
Empfehlungen dieser ExpertInnengruppe sollen in den nächsten Monaten diskutiert
und konkretisiert werden.
Die AK Wien hat dieses wichtige
bildungspolitische Thema aufgegriffen und am 12. 3. 2010 ein ExpertInnengespräch
veranstaltet, zu dem VertreterInnen aus dem bm:ukk, der zuständigen
Ämter der Burgenländischen, Niederösterreichischen und Wiener Landesregierung,
des Stadtschulrats
der Stadt Wien, der Pädagogischen Hochschulen, der Bildungsanstalten für
Kindergartenpädagogik (BAKIPs),
der TrägerInnenvereinigungen (Kinderfreunde,
KIWI, St. Nikolaus Kindergartenstiftung der Erzdiözese Wien, Stadt Wien/MA10
u.a.m.) und der Berufsgruppenvertretungen sowie Gewerkschaft eingeladen
wurden und überwiegend auch anwesend waren.
Bei dieser Expert/innentagung standen vor
allem folgende Fragen im Vordergrund:
- Welche
Fachkräfte brauchen wir im Kindergarten?
- Wie
und wo bilden wir diese Fachkräfte aus?
- Welche
Rolle spielen dabei die BAKIPs und die Pädagogischen Hochschulen/Universitäten?
Unter der Moderation von Kurt Kremzar
(AK Wien) referierten und diskutierten mit den TeilnehmerInnen unter dem Aspekt
der Professionalisierung in pädagogischen Berufen
- Ao.
Univ. Prof.in Maga Drin llse Schrittesser, Vorständin des Institutes für
Bildungswissenschaften an der Universität Wien und Vertreterin der
Arbeitsgruppe EPIK, die im Auftrag des bm:ukk
an internationalen Perspektiven der Professionalität von pädagogischen
Berufen in Österreich arbeitet,
- Mag.a
Dr.in Heidemarie Lex-Nalis
von der Plattform EduCare
- Mag.
Walter Schuster, Direktor der Volkshochschule Wien-Brigittenau und
Leiter des Instituts für Kindergarten- und Hortpädagogik
Die
ExpertInnentagung hat sich dabei zu nachfolgenden Punkten einigen können:
- Die
gemeinsamen Bemühungen der derzeitigen Bundesregierung (Marek/ Schmid/Heinisch-Hosek)
zur Neupositionierung und Neuregelung des vorschulischen Erziehungs- und
Bildungsbereiches haben – über §15a-Vereinbarungen mit den neun
Landesregierungen – dazu geführt, dass der Kindergarten als erste
Bildungseinrichtung außer Diskussion steht. Das verpflichtende
Kindergartenjahr und der erste bundesweite Bildungsrahmenplan sind
deutlicher Ausdruck dafür.
- Die
Ausbildung aller Pädagogischen Berufe ist als Kontinuum von den ElementarpädagogInnen
bis hin zum/zur Universitätsprofessor/in zu sehen.
- Unabhängig
vom Alter der Kinder und von der Art der Bildungseinrichtung gelten für
alle PädagogInnen die gleichen Anforderungen an ihre Professionalität.
- In
einer gemeinsamen Ausbildung sollen diese Kernkompetenzen im ersten
Ausbildungsabschnitt erworben und anschließend spezialisierte Ausbildungen
bis hin zum PhD angeboten werden.
Gefordert
ist
- Änderung
der Kompetenzen für den
Elementarbildungsbereich hin zum Bund – mittelfristig als grundsätzliche
Änderung der Bundesverfassung, kurzfristig durch die Schaffung einer
interministeriellen „Stabsstelle“ zur Koordinierung aller Belange der
Elementarpädagogik.
- Der
klare politische Wille zur
weiteren Professionalisierung muss vorhanden sein (Qualität in
Aus-/Weiterbildung, institutionelle Strukturen, Unterstützungssysteme u. a.
m.).
- Die
dafür notwendigen finanziellen Mittel
müssen zur Verfügung gestellt werden und sind, bei entsprechendem
politischen Willen, auch zweifelsohne vorhanden.
- Definition
von einheitlichen Qualifikations- und
Berufsprofilen für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche im elementaren
und außerschulischen Bereich.
- Ausbildung
im tertiären Bereich für Kernfachkräfte
(bisher BAKIP-AbsolventInnen) im Kindergarten und Hort.
- Durchlässigkeit
der Ausbildungen (modulares System) von zusätzlichen
und begleitenden Fachkräften (AssistentInnen etc.) bis hin zur tertiären
Ausbildung bei Einrechnung von formalen und nonformalen Qualifikationen und
Anerkennung von Schnittstellen zu anderen Berufen.
- Einheitliches
Dienstrecht für alle pädagogischen
Berufe.
Hintergrund:
Siehe
dazu auch:
- Grundlagen
für ein Bundesrahmengesetz zur
Qualitätssicherung in elementaren und außerschulischen
Bildungseinrichtungen
http://www.plattform-educare.org/bundesrahmengesetz.htm
Weiterführene
Links:
Rückfragen
richten Sie bitte an:
Mag.a
Dr.in Heidemarie Lex-Nalis
Krausegasse 7a/10-11
1110 Wien
Tel.: +43 (664) 4634580
E-Mail: heide.lex-nalis@plattform-educare.org
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