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PLATTFORM EDUCARE BEGRÜSST DIE AUSSAGEN DES LEITERS DER VORBEREITUNGSGRUPPE FÜR DIE PÄDAGOGEN/INNEN-AUSBILDUNG NEU 


Die Plattform EduCare fordert seit vielen Jahren die gemeinsame Ausbildung aller pädagogischen Berufe auf tertiärem Niveau und begrüßt daher die Aussagen des Leiters der Vorbereitungsgruppe zur Neugestaltung der PädagogInnen-Ausbildung in Österreich mit der viele Forderungen der Elementarpädagogik erfüllt werden.

Kernkompetenzen für alle PädagogInnen

Die Anforderungen an PädagogInnen von heute haben sich erheblich verändert. Daher müssen sich auch die Ausbildungsinhalte verändern.

Die ExpertInnenkommission hat richtig empfohlen, dass im Sinne eines verbindenden, den Entwicklungs- und Bildungsprozess junger Menschen als Ganzes betrachtenden pädagogischen Ansatzes, Kernkompetenzen erworben werden müssen, die eine Art „gemeinsame Mitte“ für alle pädagogischen Berufe darstellen.

Diese Kernkompetenzen sind in allen Einsatzfeldern pädagogischer Berufe von ausschlaggebender Bedeutung.

Neue Ausbildungsmodelle sind angedacht und müssen nun umgesetzt werden

Die Orientierung an Kompetenzen bedingt eine Definition von Professionalität, die Wissen, Können und Haltungen in eine dynamische Wechselbeziehung setzt. Zur Ausbildung dieser Professionalität brauchen wir neue Ausbildungsmodelle und keine Ergänzung oder Erweiterung der bisherigen.

Die Kommission hat richtig erkannt, dass alle pädagogischen Berufe das gleiche wissenschaftliche Niveau haben müssen und Ausbildungsinhalte, die sich durch das gesamte Bachelor-Studium ziehen, für alle Pädagogen somit gleich sein müssen.

Damit ist allen PädagogInnen auch die Möglichkeit geboten, im Laufe ihres Berufslebens umzusteigen – einmal Kindergartenpädagogin, immer Kindergartenpädagogin ist damit beendet: neue Lebensplanungen ermöglicht.

Zudem wird mit der Möglichkeit des Quereinstiegs eine überaus wichtige zusätzliche Form der Einbindung von praktischer Erfahrung in die akademische Laufbahn eingebracht.

Den gemeinsam mit den Berufsgruppen und Fachexperten noch zu erstellenden Curricula kommt große Bedeutung zu.

Jetzt ist Zeit, das österreichische Bildungssystem endlich zukunftsfähig zu machen.

Die Plattform EduCare appelliert an die verantwortlichen PolitikerInnen die Erkenntnisse der Vorbereitungsgruppe bzw. der ExpertInnenkommission rasch umzusetzen und darüber nicht die erforderlichen Änderungen der Rahmenbedingungen zu vergessen, die insbesondere in der Elementarbildung bei weitem nicht gegeben sind.

Qualitätsvolle Elementare Bildung braucht angemessene  Rahmenbedingungen. 

Dazu gehören insbesondere

  • ein flächendeckendes Angebot an elementarpädagogischen Einrichtungen (Krabbelstuben, Kinderkrippen, Kindergärten…), sowie bundesweite Ganztagsangebote;
  • bundesweite Qualitätsregelungen für die elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (einheitliches Bundesrahmengesetz mit einheitlichen Qualitätsstandards);
  • die dienst- und besoldungsrechtliche Gleichstellung der KindergartenpädagogInnen mit den LehrerInnen;
  • einen verbindlichen Ausbau – und Finanzierungsplan für unsere Bildungseinrichtungen von den Elementarbildungseinrichtungen
  • die Erhöhung der öffentlichen Finanzierung aller elemntaren Bildungseinrichtungen auf mindestens 1% des BIP.

Bildung ist Zukunft

Bildung bestimmt die Zukunft jedes/jeder Einzelnen, der Gesellschaft insgesamt und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Die Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen sind der wichtigste „Rohstoff“, den wir haben.

Diesen bestmöglich durch Bildung zu nutzen, ist auch Ausdruck von Generationengerechtigkeit. 

Damit Bildung im umfassenden Sinn bestmöglich gewährleistet ist braucht es bestausgebildete (Elementar-) Pädagogen/innen vom Anfang an. Es ist hoch an der Zeit, dass die frühe Bildung einen angemessenen Platz im österreichischen Bildungssystem bekommt!

Jede Investition in die frühe Bildung ist eine Investition in unsere Zukunft!


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Firmenportrait   Die Plattform EduCare versteht sich als Arbeitsgemeinschaft von Pädagoginnen und Pädagogen, Trägerorganisationen, Interessensgemeinschaften sowie von Eltern und engagierten Einzelpersonen aus dem elementaren und außerschulischen Bildungsbereich

Hinter der Plattform EduCare steht keine staatliche, kirchliche, politische oder private Organisation. Sie wird getragen vom gemeinnützigen Verein zur Förderung der Elementarpädagogik. Die Koordination des Netzwerkes der Plattform EduCare wird vom Steuerteam wahrgenommen.