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Studienplan
des Hochschullehrgangs
1. Präambel Frühkindliche Bildung als zentrales Thema in der aktuellen Bildungsdebatte Das Kind wird als lern- und bildungswilliges Subjekt verstanden, das aktiv die Welt erkundet und dabei seine eigene Wirklichkeit und Weltsicht konstruiert. Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften weisen nach, dass die Lernfähigkeit und –bereitschaft von Kindern umso größer ist, je jünger sie sind. Die ersten zehn Lebensjahre können als die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre bezeichnet werden. In dieser Zeit wird die Basis für lebenslanges Lernen und für den Aufbau lernmethodischer Kompetenzen geschaffen. Um die komplexe Welt verstehen und mitgestalten zu können, brauchen Kinder die Fähigkeit zum fächerübergreifenden und vernetzten Denken. Diese erwerben sie durch eigenständiges und selbsttätiges Interagieren mit ihrer Umwelt. Diese wesentliche Entwicklungszeit verdient entsprechende Aufmerksamkeit durch Pädagogen/innen. Um frühkindliche Bildungsprozesse kompetent begleiten zu können, brauchen Pädagogen/innen · fundiertes Fachwissen über den aktuellen Stand der Forschung in der Entwicklungs- und Sozialpsychologie sowie der Neuropsychologie und -biologie, · die Fähigkeit zum Transfer dieses Wissens in die pädagogische Praxis, · Selbstreflexionskompetenz und die Fähigkeit zur Gestaltung entwicklungsförderlicher Beziehungen, · die Fähigkeit zur qualitativen Beobachtung, Dokumentation und Reflexion ganzheitlicher Bildungsprozesse sowie · Kommunikations- und Beratungskompetenz. Veränderte Lebenswelten als Herausforderung für die gestaltete Pädagogik Pädagogen/innen sind durch die zunehmende individuelle, soziale und kulturelle Heterogenität von Kindergruppen mit erhöhten Ansprüchen in ihrem Berufsfeld konfrontiert. Die pädagogische Arbeit erfordert stabile, bewusste und reflektierende Fachkräfte, die fähig sind, ein für alle Beteiligten anregungsreiches Lernfeld zu entwickeln. Der Kindergarten kann so zu einem vernetzten Lernort für Kinder, Eltern und Fachpersonal werden. Frühkindliche Bildung ist immer auch als sozialer Prozess zu verstehen, der von Erwachsenen und Kindern im Dialog gestaltet wird. Um diese Interaktionsprozesse bewusst anregen, begleiten und reflektieren zu können, brauchen Kindergartenpädagogen/innen selbst differenziert entwickelte soziale Kompetenzen, die es ihnen möglich machen, die vielfältigen Äußerungen der Kinder wahr- und aufzunehmen, sie zu beantworten und somit zur Entwicklung von Empathie als Basis sozialen Verhaltens beizutragen. Ziel ist die Stärkung der kindlichen Fähigkeiten zur Kommunikation, Kooperation und zur konstruktiven Konfliktbearbeitung. Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften weisen nach, dass die Lernfähigkeit und –bereitschaft von Kindern umso größer ist, je jünger sie sind. Abgeschlossene Ausbildung zum/zur Kindergartenpädagogen/Kindergartenpädagogin mit Matura oder abgeschlossene Ausbildung zum/zur Kindergartenpädagogen/Kindergartenpädagogin ohne Matura mit 5-jähriger Berufspraxis 3. Zielgruppen Kindergartenpädagogen/innen mit Berufserfahrung 4. Lehrgangsinhalt und Lehrgangsziele Zielgruppe Dieser Lehrgang wendet sich ganz gezielt an Pädagogen/innen, die mitten im Berufsleben stehen. Die Anforderungen an diese Berufsgruppe steigen kontinuierlich angesichts von Wertepluralismus, Theorienoffenheit und Methodenvielfalt. Die zentrale Aufgabe der Kindergartenpädagogik, Kinder in ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung zu begleiten, wird um den Faktor der bewusst gelebten und gestalteten Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern der Kinder erweitert. Der Lehrgang möchte all jene Pädagogen/innen ansprechen, die sich der genannten Herausforderung bewusst sind und nach Möglichkeiten zur Vertiefung und Aktualisierung ihres Fachwissens suchen. Sie sollen · wissenschaftlich qualifizierte Bildungsexperten/innen, aber keine praxisfernen Theoretiker/innen und · Pädagogen/innen mit hohen professionellen allltagspraktischen Handlungskompetenzen, aber keine theoriefremden Praktiker/innen werden. Forschungsschwerpunkte im eigenen Handlungsfeld sind als Brücken zwischen Theorie und Praxis zu verstehen. Sie schaffen eine Verknüpfung zwischen theoretischem Grundlagenwissen, praktischem Handlungswissen und professionellem Reflexionswissen. Dieser Lehrgang befähigt Kindergartenpädagogen/innen dazu, Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Praxis bewusst aufzugreifen, im Sinne einer Transferforschung zu analysieren und konkrete Handlungskonzepte für die pädagogische Kindergartenpraxis zu entwickeln. 5. Ausmaß und Art der einzelnen Studienveranstaltungen
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